[1.B] 05.05.12 "Cool auf dem Platz, auch bei heißen Spielen"06.05.12


11 Stunden nach dem Spiel erneut vor dem Stadion treffen. Der Kader nach kurzfristigen Krankmeldungen stark dezimiert auf 10 Spieler und einen Trainer.
Es ging nach Jennfeld zum Stützpunkt des DFB und HFV. Thema heute: „Cool auf dem Platz, auch bei heißen Spielen". Kaum einer konnte sich vorstellen, was uns der Tag bringen würde. Wie sollte das gehen ohne Gegner? Man benötigt doch etwas woran man sich hochziehen kann!
Das geht, wenn die Referenten gut sind und die Mannschaft bereit ist mitzumachen.

Es war eine Erfahrungseinheit, die den Fußball als Aufhänger nahm, jedoch in den Alltag übertragbar ist. Dieses Seminar kann ich jeder Mannschaft empfehlen.

Geführt durch die Referenten Michael Loers und Daniel Gehrke wurde Gewalt mit zentralen theoretischen Grundlagen thematisiert und direkt anhand von Rollenspielen und Gruppenaktionen nachvollziehbar jugendgerecht erlebbar.

Was haben wir erlebt?
In der Phase des Kennenlernens haben wir Grundregeln für den Tag zusammen erarbeitet und eine Konsequenz für eine Regelbrechung festgelegt.
Wichtige Regeln waren Respekt und Ehrlichkeit. Damit stellten wir sicher, dass kein Teilnehmer Angst haben musste mit seinen Taten oder Äußerungen "an die Wand gestellt" zu werden oder gar als "Sündenbock" oder "schlechter Mensch"” aus der dieser Konfliktschulung nach Hause zu gehen. Ein absolut wichtiger Punkt des Seminars. Denn mit dem richtigen pädagogischen und psychischen "Know How"”, sind Jugendliche leicht zu manipulieren und kaum in der Lage noch selbst eigenverantwortlich zu handeln.

Gruppenübungen mit dem Ziel ein gemeinsames Ziel zu erreichen oder auch zu zeigen wie gut man sich kennt. Auch ohne Worte. Ich glaube die Reflektion durch die Referenten war im Positiven sehr eindeutig.

Gruppenübungen mit vorgegebenen "Gewaltenverteilungen" und Regeln. Wie simple diese Regeln außer Kraft gesetzt werden können und wie Automatismen einsetzen, die Gewalt unmerklich und ohne Gegenwehr nach sich ziehen, war beeindruckend. Ebenso die Reaktion der Mannschaft als dies jedem bewusst wurde.

"Die Welle" (*) haben wir aus meiner Sicht an einem einzigen Tag erlebt.

Was machte das Seminar erfolgreich?
Referenten, die alle Übungen aufarbeiteten und uns aus allen Übungen positiv entließen. Kein Jugendlicher wurde allein gelassen.
Eine Mannschaft die zeigte, was in Jugendlichen steckt.

Was haben wir erreicht?
Ein Stück Selbsterkennung. Den eigenen Verhaltenshorizont erweitert ohne Folgeschäden. Ein weitere "Klappe" im Gehirn geöffnet um bereit zu sein kreativ auf kritische Situationen zu reagieren. Handlungsspielraum um unterschiedlichen Ansätzen und Formen von Gewalt in den Griff zu bekommen – bei uns und bei anderen.

Was zum Abschluss?
War es einem Langweilig? Mir nicht. Wir haben sogar überzogen und keinen hat es interessiert.
Es war ein tolles Seminar. Im vertrauten Kreis von Menschen konnten wir angstfrei Verhaltensmuster zeigen. Sie wurden neutral reflektiert und wir haben damit die Chance erhalten unser Verhalten zu korrigieren und auf fremdes Verhalten anders einzugehen.

Mein Fazit?
Ich habe unsere Spieler aus anderen Blickwinkeln betrachten können. Ich durfte dabei sein. Meine Hochachtung gilt allen Spielern für ihre offene Darbietung in Wort und Tat. Respekt, ihr seid auf dem Weg erwachsen zu werden.

(*) Die Welle (The Wave, 1981 von Morton Rhue) ist ein Roman, der Vorkommnisse an einer Schule in einer US-amerikanischen Kleinstadt beschreibt. Deutsche Übersetzung durch Hans-Georg Noack 1984 mit dem Titel „Die Welle. Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging“.

Unser Ziel - Kein PLATZ für Gewalt
Eine Übung - eine Mannschaft - ein Teamwork

Von: Olaf Aurin

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